Lanzarote - Die
Vulkaninsel der Kanaren
Der Insel Lanzarote sieht man den
vulkanischen Ursprung besonders stark
an. Die 846 Km² große Insel ist sehr
karg und von Vulkanwüste geprägt.
Typisch ist dabei der vulkanische,
dunkle Boden. Auch auf Lanzarote gibt es
Angebote sowohl für Individual- als auch
Pauschalurlauber.
Der größte Urlaubsort ist Puerto del
Carmen. Dieses ehemalige Fischerdorf ist
nun ein Urlaubsort mit über 100 Hotels,
etlichen Restaurants, Bars und Discos.
Die meisten Urlauber dort sind Briten
und Deutsche. Der Strand vor Ort gilt
als einer der schönsten Lanzarotes, ist
jedoch völlig überlaufen. Da dort aber
recht viel Platz ist, kann man meist
weiter entfernt vom Wasser noch ein
wenig Ruhe finden.
Etwas beschaulicher ist’s in Tequise.
Dieser Urlaubsort biete zwar auch die
kommerzielle Rundumversorgung, ist aber
wesentlich ruhiger und beschaulicher als
Puerto del Carmen. In Tequise wird
Sonntags steht’s ein Markt abgehalten.
Allerdings muss man dort immer mit einem
regelrechten Auflauf rechnen. 10.000
Besucher sind keine Seltenheit. Auf dem
Wochenmarkt kann man allerlei Souvenirs
erstehen. Es werden Dienstleistungen von
Friseuren und Malern geboten.
Hauptsächlich ist der Markt jedoch für
seine zahlreichen Aloe Vera Produkte
bekannt, die bei den Touristen sehr
beliebt sind.
Ein unter Kennern als Geheimtipp
empfohlener Urlaubsort ist Playa Blanca.
Hier hat der Massentourismus noch nicht
Einzug erhalten. Die Strandpromenade ist
eine Fußgängerzone, die zum Schlendern
einlädt. Mehrere kleine und angenehm
ruhige Strände sind vor Ort zu finden.
Die Hauptstadt Lanzarotes ist Arrecife.
Allzu viel Tourismus wird man dort nicht
vorfinden. Die kleine Altstadt ist recht
beschaulich. Von Arrecife aus fahren
viele Busse, die auch hier das
Beförderungsmittel der Wahl sind, sofern
man keinen günstigen Mietwagen ordert.
Die einzige wirkliche Sehenswürdigkeit
bei Arrecife ist Castillo de San
Gabriel. Diese Burg entstammt dem Jahre
1573 und beherbergt heute ein
archäologisches Museum.
Einen Pflichtbesuch stellt der
Timanfaya Nationalpark dar. Dieser 50
Km² große Park wurde durch die
Vulkanausbrüche von 1730 bis 1736 und
1864 geformt. Etwa 100 kleine Vulkane
befinden sich auf diesem Areal! Wenn man
nur ca. 20 cm tief gräbt, findet man
schon Temperaturen von 70 Grad vor. In
knapp zwei Meter tiefen Vulkankegeln
entzünden sich hineingeworfene Gehölze
sofort! Unter der Erde geht es dort also
heiß her. Die Landschaft im Timanfaya
Nationalpark wirkt teilweise wie auf dem
Mond. Man kann den Nationalpark nur per
Bustour durchqueren. Privat erhält man
keinen Zutritt. Eine Tour kostet 30,-€
bis 35,-€. Eine weitere Besonderheit ist
das hiesige Restaurant del Diablo. Hier
wird mittels der Hitze von Lava
gegrillt! Kein anderes Restaurant der
Erde kann dies von sich behaupten.
Ebenfalls gesehen haben sollte man
Jameos del Agua. Dieses unterirdische
Höhlensystem wurde unter Anleitung des
Künstlers Cesar Manrique, der auf
Lanzarote gewirkt hat, wunderschön
verziert. Nun beherbergt der
Höhlenkomplex unter Anderem ein
Restaurant und einen Konzertsaal. Auch
ein unterirdischer See ist zu finden.
Jameos del Agua ist somit ein Zentrum
für Tourismus, Kunst und Kultur.
Außerdem außergewöhnlich – aber auf
rein natürlichem Wege entstanden – ist
die grüne Lagune bei El Golfo im Westen
der Insel. Hier entstand innerhalb eines
Vulkankraters eine Laguna, die über
einen unterirdischen Zufluss stets mit
Wasser gefüllt ist. Das Besondere ist
die grüne Färbung der Lagune, die in
starkem Kontrast zum dunklen Gestein
steht. Diese Färbung wird durch
Ablagerungen von Algen erklärt. |